Geschichte

17. Jahrhundert

Erste Entdeckungsreisen in das Gebiet des heutigen New York fanden schon 1524 durch Giovanni da Verrazano und 1609 durch Henry Hudson statt. Ab 1610 begannen niederländische Kaufleute einen lukrativen Fellhandel mit den dort lebenden Indianern. Am 27. März 1614 erhielt die neu gegründete Compagnie van Nieuwnederlant (Neuniederland-Kompanie) von den Generalstaaten ein Monopol für den Handel in dem Gebiet.

Im Oktober 1618, zehn Monate nach Ablauf des Handelsmonopols, bewarb sich die Kompanie um eine neue Charta. Zu diesem Zeitpunkt wurde von den Generalstaaten aber bereits die Gründung einer neuen Kompanie, der Niederländischen Westindien-Kompanie (WIC), erwogen. Am 3. Juni 1621 erhielt die WIC von der Rebublik der Sieben Vereinigten Provinzen einen Freibrief für den alleinigen Handel in Amerika. Die Kolonisation begann 1624, als sich 30 niederländische Familien auf der Insel Manhattan und in der Gegend des Delaware ansiedelten.

1626 kaufte Peter Minuit den Einheimischen, wahrscheinlich ein Zweig der Lenni-Lenape-Indianer, die die Insel „Manna-hatta“. nannten

Plan von Neu-Amsterdam 1660
Plan von Neu-Amsterdam 1660

18. Jahrhundert

   

Im 18. Jahrhundert war New York aktiv an der Unabhängigkeitsbewegung beteiligt. 1776 war sie für kurze Zeit das Hauptquatier George Washingtons, wurde dann aber von den Britten besetzt. Letztere verließen die Stadt erst 1783, nachdem die amerikanische Unabhängigkeit auch von europäischen Staaten einschließlich Großbritannien anerkannt wurde. Im gleichen Jahr zerstörte ein Feuer große Teile New Yorks. 1785 verwüstete eine weitere Brandkatastrophe weitere Bereiche der Stadt.

Von 1788 bis 1790 war New York Hauptstadt der USA. George Washington wurde hier 1789 als erster Präsident vereidigt.

19. Jahrhundert

Anfang des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt schneller als je zuvor. 1811 beschlossen die Stadtplaner, die ganze Insel Manhattan, von der nur die Südspitze bebaut war, mit einem rasterförmigen Straßennetz zu überziehen. Bis auf wenige Ausnahmen, die bedeutendste ist der Broadway, wird dieses Konzept bis heute genutzt.

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Planungen für einen großen Stadtpark, den so genannten Central Park. Die Bauarbeiten dafür begannen 1858 und waren 1866 größtenteils abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Strom der Einwanderer stetig zu. Iren, Italiener, Deutsche, alle kamen in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch die meisten verbrachten viele Jahre in Elendsquartieren (Slums) wie Five Points und der Bowery. Konflikte entluden sich teilweise gewaltsam wie in den Draft Riots, die die Stadt in das größte Chaos ihrer Geschichte stürzten. Durch das starke Wachstum musste die Verwaltung geändert werden.

1898 schlossen sich die heutigen fünf Stadtbezirke Manhattan, Brooklyn, Richmond (heute Staten Island), Queens und Bronx zu Greater New York zusammen. Teile der Bronx gehörten schon ab 1874 zum Stadtgebiet von New York. Brooklyn war vor dem Zusammenschluss bereits eine der größten Städte des Landes. Bis heute haben sich die einzelnen Stadtteile innerhalb der Stadtbezirke sowohl in der Verwaltung als auch im Selbstverständnis ihrer Bewohner eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt. So ist beispielsweise Little Italy die Bezeichnung für einen Stadtteil, der in erster Linie von italienisch-stämmigen Amerikanern bewohnt wird.

New York 1847
New York 1847
Ansicht von 1865
Ansicht von 1865
Manhattan um 1873
Manhattan um 1873

20. Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt zu einem Zentrum der Industrie und des Handels. In den „wilden Zwanzigern“ geriet New York in einen Börsenrausch, der am 24. Oktober 1929, dem Schwarzen Donnerstag, ein jähes Ende fand. Die Wirtschaftskrise traf New York hart und die unfähige, korrupte Stadtregierung von Bürgermeister Jimmi Walker war völlig überfordert und die Stadt überschuldet. Die Arbeitsquote stieg auf über 25 %. Die Menschen verloren ihre Arbeit und ihre Wohnungen.  Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden auch die ersten Wolkenkratzer, zum Beispiel das Woolworth Building (1913), das Emprire State Building (1931) und das Chrysler Building (1930), die zu Wahrzeichen der Stadt wurden. Insgesamt ging die Zahl der Verbrechen zwischen 1990 und 2007 um 77 % zurück. Aufgrund der verbesserten Sicherheit und der wirtschaftlichen Erholung wurde es wieder modern, in der Stadt zu leben. Dadurch stieg allein in den 1990er Jahren die Bevölkerung von 7,3 Millionen auf 8 Millionen.

New York, 5th Avenue am Ostersonntag 1900
New York, 5th Avenue am Ostersonntag 1900
New York City, Hester Street in Manhattan um 1903
New York City, Hester Street in Manhattan um 1903
New Yorker Stadtteil Manhattan 1931
New Yorker Stadtteil Manhattan 1931

21. Jahrhundert

Am 11. September 2001 wurde das World Trade Center (WTC) durch einen Terroranschlag nie dagewesenen Ausmaßes zerstört. Der Komplex wurde bereits 1993 durch einen Bombenanschlag in der Tiefgarage des Komplexes erschüttert (mit sechs Toten und hunderten Verletzten). Es dauerte bis Mai 2002, bis die Aufräumarbeiten am so genannten Ground Zero, dem Areal auf dem das WTC gestanden hatte, beendet werden konnten. Auf Ground Zero soll eine Gedenkstätte und das 541 Meter hohe One World Trade Center entstehen, das nach seiner Vollendung das höchste Bauwerk der Stadt werden soll. Der Bau begann 2006, 2013 ist die Eröffnung vorgesehen. Das Memorial soll bis 2011 in Teilen fertig sein, bis 2012-2013 dann vollständig. Ein neuer Bahnhof am World Trade Center ist des Weiteren im Bau und soll auch bis 2013 fertig werden

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